In einem Netzwerk können mehrere ibaCapture-Server betrieben werden.
Der Kern eines Video-Aufzeichnungssystems ist der ibaCapture-Server (Rechner). An den ibaCapture-Server können analoge und/oder IP-Kameras angeschlossen werden.
Für die Anbindung der analogen Kameras an den ibaCapture-Server ist entweder eine Framegrabber-Karte oder ein Analog-IP-Konverter erforderlich.
Unterstützte netzwerkfähige Kameras werden mit dem ibaCapture-Server über Standard-Ethernet-Netzwerk verbunden. Die Infrastruktur des Netzwerks sollte so ausgelegt werden, dass kontinuierliche Video-Streams der angeschlossenen Kameras und Anzeige-Clients möglich sind.
So genannte GigE-Kameras unterstützen den GigE Vision®-Standard. Sie erlauben eine schnelle Bilderfassung mit Bildfrequenzen bis zu 300 fps. GigE-Kameras müssen mit dem ibaCapture-Server über eine spezielle GigE Framegrabber- bzw. Netzwerkkarte (entweder vom Typ Matrox Solios GigE oder Intel® Ethernet Server Adapter I350-T4V2) verbunden werden. Diese Karte bietet Anschlüsse für 4 GigE-Kameras. Es wird nur 1 Karte pro ibaCapture-Server unterstützt. Wenn eine GigE-Karte eingesetzt wird, gelten weitere Systemanforderungen.
Für weitere Informationen, siehe Handbuch ibaCapture GigE.
Visuelle Informationen der HMI-Bedienstationen inklusive Bedieneingriffe werden synchron mit den Prozessdaten aus ibaPDA mit Hilfe virtueller Kameras aufgezeichnet. Dadurch lassen sich Zusammenhänge zwischen Prozesssteuerung und Messdaten leicht erkennen.
Alle Monitore von Rechnern, die mit einem Windows-Betriebssystem arbeiten, können erfasst werden. Auf den Rechnern wird dazu ein ibaCapture-ScreenCam-Programm installiert und sie müssen über ein TCP/IP-Netzwerk mit dem ibaCapture-Server verbunden sein.
Außerdem wird empfohlen, ein separates, schnelles Netzwerk (oranges LAN in der Grafik unten) zwischen ibaCapture-Server(n), ibaPDA-Server(n), ibaPDA-Client(s) mit Kameraansicht und Analyserechnern zu installieren. Bei mehreren ibaPDA-Clients mit aktiver Kameraansicht werden mehrere Video-Streams über das Netzwerk transportiert. Werden dann weitere Video-Streams von Analyserechnern angefordert, dann kann die Netzwerklast stark ansteigen.
Die Gesamtzahl der Kameras ist auf 64 pro ibaCapture-Server begrenzt. Dabei können die Kameratypen analog und/oder IP-Kameras (inkl. GigE) beliebig kombiniert werden.
Die maximale Anzahl an Kameras, die gleichzeitg betrieben werden können, hängt von der ibaCapture-Server-Lizenz ab (siehe Kapitel Lizenzmodell) sowie von der Performance der eingesetzten Hardware.



