ONVIF-Kameras, die entweder zu ONVIF Profil S oder Profil T kompatibel sind, werden von ibaCapture unterstützt.

Ein ONVIF-Profil wird durch eine Reihe von Diensten beschrieben, die die durch den ONVIF-Standard definiert sind. Anhand der ONVIF-Profile lässt sich erkennen, wie ONVIF-konforme Geräte und Clients miteinander kompatibel sind.

Ein ONVIF-Profil hat einen festen Umfang an Funktionen, die von einem konformen Gerät und Client unterstützt werden müssen. Es stellt sicher, dass ein Client, der z. B. dem Profil S entspricht, mit einem Gerät funktioniert, das ebenfalls dem Profil S entspricht.

Es gibt auch zusätzliche Funktionen, d. h. Funktionen, die von einem ONVIF-Gerät oder ONVIF-Client implementiert werden können, wenn es diese Funktion in irgendeiner Weise unterstützt, einschließlich proprietärer Methoden.

Die zugrundeliegenden Funktionen der in einem Profil enthaltenen Merkmale sind in den ONVIF Network Interface Specifications definiert, siehe https://www.onvif.org/profiles/specifications/

Clients und Geräte können mehr als ein ONVIF-Profil unterstützen; so kann beispielsweise eine Netzwerkkamera mit lokaler Speicherung sowohl dem Profil S als auch dem Profil G entsprechen.

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.onvif.org/profiles/

Profil S

Das ONVIF-Profil Profil S ist für einfaches Video-Streaming von IP-basierten Videosystemen konzipiert. Ein Profil-S-Gerät (z. B. eine IP-Netzwerkkamera oder ein Video-Encoder) ist ein Gerät, das Videodaten über ein IP-Netzwerk an einen Profil-S-Client senden kann. Ein Profil-S-Client (z. B. eine Videoverwaltungssoftware) kann das Videostreaming über ein IP-Netzwerk von einem Profil-S-Gerät konfigurieren, anfordern und steuern. Profil S umfasst auch ONVIF-Spezifikationen für PTZ-Steuerung, Audioeingang, Multicasting und Relaisausgänge für konforme Geräte und Clients, die diese Funktionen unterstützen.

Profil T

Das ONVIF-Profil Profil T ist für erweitertes Video-Streaming von IP-basierten Videosystemen konzipiert. Profil T unterstützt Videostreaming-Funktionen wie die Verwendung von H.264- und H.265-Kodierungsformaten, Einstellungen für die Bildverarbeitung sowie Alarmereignisse wie Bewegungs- und Manipulationserkennung. Zu den obligatorischen Funktionen der Geräte gehören auch die Bildschirmanzeige und das Streaming von Metadaten, während zu den obligatorischen Funktionen der Clients auch die PTZ-Steuerung gehört. Profil T umfasst auch ONVIF-Spezifikationen für HTTPS-Streaming, PTZ-Konfiguration, Konfiguration von Bewegungsbereichen, digitale Eingänge und Relaisausgänge sowie bidirektionales Audio für konforme Geräte und Clients, die diese Funktionen unterstützen.