Mit der Datenschnittstelle Virtuell steht im I/O-Manager eine Funktion zur Verfügung, mit der virtuelle, d. h. berechnete oder verknüpfte Signale in der Erfassung verwendet werden können.

Mithilfe von mathematischen Funktionen und logischen Verknüpfungen können beliebige virtuelle Signale gebildet werden. Diese virtuellen Signale können wie andere Messsignale aufgezeichnet oder zur einfachen Realisierung komplexer Triggerbedingungen verwendet werden. Durch virtuelle Signale können Berechnungen bereits bei der Messung durchgeführt werden, wie Summen- oder Differenzbildung, Prüfung auf Toleranzverletzungen u. v. m.

Die Vorgehensweise zur Erstellung von virtuellen Signalen sowie ein Verzeichnis der verfügbaren Funktionen können Sie dem ibaPDA-Handbuch, Teil 3 (Schnittstellen und Module) und Teil 4 (Ausdruckseditor) entnehmen.

Bezogen auf ibaQDR können die virtuellen Signale für eine Vielzahl von Umrechnungen und Anpassungen bis hin zur Projektierung einer Materialverfolgung genutzt werden.

So kann beispielsweise in ibaQDR mithilfe der virtuellen Signale aus Meterimpulsen ein Längenmesssignal generiert werden.

Die folgende Tabelle zeigt einige Funktionen für die Berechnung virtueller Signale, die bei ibaQDR häufig verwendet werden.

Funktion im Ausdruckseditor

Anwendung

OneShot

Erkennung von Zustandswechsel, Wertänderungen, Flanken;

Nutzung als Auslöser (Trigger) oder zum Reset

INT

Integral-Funktion

Berechnung von Länge auf Basis der Geschwindigkeit

COUNT

Zählen von Niveaudurchgängen und Flanken

Umrechnung von Meterimpulsen in Länge

DELAY

Verzögerung eines Signals um eine Anzahl Erfassungszyklen (Samples)

DelayLengthL / DelayLengthV

Dynamische Verzögerung eines Signals um einen Weg in Längeneinheiten auf Basis eines Längen- oder Geschwindigkeitssignals

In den nachfolgenden Kapiteln finden Sie einige Anwendungsbeispiele.