Qualifizierungsvoraussetzungen für Integratoren von ibaQDR

Bei dem Softwareprodukt ibaQDR handelt es sich um ein Erfassungssystem für Qualitätsdaten, welches als Besonderheit gleichzeitig zeit- und längenbezogene Messwerte aufzeichnet.

Es kommt speziell bei Bandanlagen (z. B. Behandlungslinien, Kalt- und Warmwalzwerken) zum Einsatz. Dabei werden mehrere Einsatzstücke ("Tracked Parts" - Coils, Brammen,…) zusammengeschweißt oder einzeln durch die Anlage transportiert und bearbeitet. Am Ende des Vorgangs wird aus den Einsatzstücken dann eine Unter- oder Übermenge als Produkt und/oder Probestück geschnitten.

Dieses Prinzip findet sich auch bei Produktionsanlagen in anderen Industriebereichen wieder, in denen lange oder bahnförmige Produkte hergestellt werden, wie Gummikalander, Papiermaschinen, Extrusionsanlagen sowie Anlagen zur Flachglas- oder Holzplattenherstellung. Auch hier ist die Anwendung von ibaQDR möglich.

Bei ibaQDR wird der jeweils überwachte Produktionsbereich in verschiedene Teilbereiche bzw. Anlagenpositionen (Messorte) unterteilt. Eine Besonderheit bei ibaQDR ist die Notwendigkeit, die Messorte, an denen Messwerte anfallen, einem Materialverfolgungssystem zuzuordnen, das ibaQDR u. a. mit Tracking-IDs und Produktgeschwindigkeiten oder -längen versorgt. Weitere Einstellmöglichkeiten ergeben sich bei der Zuordnung von Textsignalen und möglicher spezieller Messort-Typen (Vor Tracking Start-, Offset-, Reversier-, Trennungsmessort).

Der Einsatz von ibaQDR setzt somit voraus, dass die vielfältigen Schnittstellen zum Materialverfolgungs- und zum Steuerungssystem besonders sorgfältig projektiert werden und auf der ibaQDR-Seite entsprechend konfiguriert werden.

Um diese Kenntnisse zu vermitteln und zu trainieren, wurde von der iba AG ein beispielhafter Simulator entwickelt (Prozess einer Feuerverzinkungslinie).

Eine Standardschulung an diesem Simulator vermittelt das grundsätzliche Verständnis  des technischen Prozesses und der Konfigurationsmöglichkeiten von ibaQDR. Weitere umfangreiche Trainingsmöglichkeiten ergeben sich aus dem Playbackbetrieb von zeitbezogenen ibaPDA-Aufzeichnungen aus realen Anlagen.

Nachfolgend sind alle Schulungs- und Betreuungsaufwendungen aufgeführt, welche für eine Erstlieferung an einen Anlagenausrüster zwingend vorgeschrieben sind. Nach erfolgreicher Ausbildung und der Betreuung bei einem ersten Projekt wird diesem Ausrüster eine ibaQDR- Zertifizierung ausgehändigt und er kann das Produkt anschließend ohne weitere Schulungsmaßnahmen beliebig an seine Endkunden anbieten und von der iba AG beziehen.

Schulungs- und Betreuungsaufwendung für Ausrüster als ibaQDR- Erstanwender

1. ibaQDR- Standardschulung (Schulungszentrum Fürth)

  • Einführung in ibaQDR

  • Konfigurationsmöglichkeiten am Simulator

  • Vom Einsatz- zum Produktcoil mithilfe des Simulators

  • Parametrierung von ibaQDR, Anlegen der Messorte, Zuordnen der Messsignale

  • Auswertung mit ibaAnalyzer, Überprüfung der Genauigkeit und Richtigkeit der Bandverfolgung

  • Verarbeitung von den zeit- und längenbasierten Messwerten in der Messdatei (*.dat) bis zur Ablage in die Datenbank und dem Erstellen von Reports

1 Tag

2. Begleitung bei der Projektierung der Anlage (remote)

  • Abbildung der Betriebsarten ibaQDR

  • Konfiguration von ibaQDR mit den realen Anlagendaten

  • Detaillierte Klärung der Anlagenbetriebsarten in Bezug auf ibaQDR und die Schnittstelleninformationen zwischen ibaQDR und der Anlagenautomatisierung.

1 Tag

3. Begleitung bei der IBN (remote)

  • Test per Playback

  • Auswertungen und Plausibilisierung mit ibaAnalyzer

3 Tage

4. Zertifizierung des Ausrüsters

  • Übergabe eines Zertifikates an den Ausrüster