Im Folgenden wird die Projektierung am Beispiel einer vereinfachten Feuerverzinkungsanlage beschrieben. Die Hinweise gelten entsprechend auch für andere kontinuierliche Behandlungslinien wie Verzinnung, Verchromung, Kunststoffbeschichtung, Glüh- und Beizlinie usw.

Besonderheiten

  • Mehrere Anlagenabschnitte mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten (Einlauf-, Behandlungs- und Auslaufteil)

  • Mehrere Ab- und Aufhaspel möglich

  • Oft sind auch Dressiergerüst oder Streckrichter enthalten, an denen eine Längung des Materials und somit eine Geschwindigkeitsdifferenz auftritt.

  • 1:n-, n:1- und n:m-Fertigung möglich.

  • Mehrere Produkte gleichzeitig in der Anlage

  • Schrottschnitte, Probeschnitte

Typische Messwerte

Dicke, Breite, Schichtdicke, Temperaturen, Bandzüge, Dressiergrad, Ölmenge

ibaQDR

Eigenschaft

Bemerkung

Tracking-ID

Mit jedem Anschweißvorgang

Tracking-Start

Längenzählung startet mit Abschluss des Schweißvorgangs

Erster Messort

Abhaspel

"Fertig"-Signal

Trennschnitt an der Schere vor Aufhaspel

Längenauflösung

1 m

Typische Messorte

Messorttyp

Anwendung / Besonderheiten

Tracking-Beginn (Default)

Standardmessort, der standardmäßig vorhanden und freigegeben ist.

Entspricht meist der Schweißmaschine.

Tracking-Ende (Default)

Standardmessort, der standardmäßig vorhanden und freigegeben ist.

Beispiel: Auslaufschere

Standardmessort

Verteilt über die gesamte Anlage, wo die Materialverfolgung exakte Signale bzw. Längenwerte liefert.

Zwingend anzuwenden an Orten, wo Materiallängung auftritt (Einlauflänge ≠ Auslauflänge)

Beispiel: Dressiergerüst

Messort mit Offset nach MLx

Verteilt über die Anlage, immer mit Bezug auf einen vorgelagerten Standardmessort.

Überall dort anzuwenden, wo die Materialverfolgung kein Signal bzw. keinen Längenwert zur Verfügung stellt.

Der Abstand (Bandweg) zum Standardmessort muss exakt bekannt sein.

Beispiel: Planheitsmessrolle 3 m hinter dem Dressiergerüst

Messort vor Tracking-Start

Der Abstand (Bandweg) zum Messort Tracking-Beginn muss exakt bekannt sein.

Beispiel: Dickenmessgerät vor der Schweißmaschine

Die folgende Abbildung zeigt die Daten aus dem CGL-Simulator in ibaAnalyzer. Im obersten Signalstreifen sind die Längensignale der Materialverfolgung zeitbezogen dargestellt. In den folgenden zwei Signalstreifen sind dann Signale aus verschiedenen Anlagenbereichen normiert auf die Fertigbandlänge dargestellt, wobei der letzte Signalstreifen den Signal-Vektor einer Planheitsmessung darstellt. Solche Darstellungen bieten sich dann auch insbesondere für Signale aus traversierenden Messgeräten wie z. B. Schichtdicken- oder Ölauflagemessungen an.