Wie der Name sagt, besteht die Funktion der Materialverfolgung darin das Material, das zu einem fertigen Produkt verarbeitet wird, beim Durchlaufen einer Anlage oder eines Prozesses zu verfolgen.

In erster Linie dient dies dazu, den Anlagenteilen oder Bearbeitungsmaschinen Informationen darüber zu geben, wo sich das Material befindet, und wann bestimmte Bearbeitungsvorgänge gestartet oder neue Sollwerte übernommen werden sollen. Insbesondere Anfang und Ende eines Materialstücks sind wichtig, um z. B. bei einem Materialwechsel Seitenführungen rechtzeitig zu verstellen oder neue Sollwerte für die Dickenregelung eines Walzgerüsts zu übernehmen.

Für ibaQDR ist darüber hinaus auch die Länge des Materials wichtig, denn schließlich sollen am Ende die gemessenen Werte auf die Länge des fertigen Produkts abgebildet werden.

Für die datentechnische Verfolgung wird jedem Materialstück eine Tracking-ID zugeordnet, die in der Regel mit der Material- oder Produkt-ID aus dem Produktionsplanungssystem verknüpft wird.

Je nach Anlagentyp muss die Materialverfolgung in der Lage sein, mehrere Produkte (Tracked-Parts) zu verfolgen, die sich gleichzeitig in der Anlage befinden.

Bei Prozessen wie z. B. einer Bandbehandlungsanlage muss die Materialverfolgung auch verschiedene Fertigungsszenarien (1:n-, n:1- und n:m-Fertigung) beherrschen.