Beschreibung

Ein Teilungsmessort dient dazu, Teilungsschnitte oder Schrott- bzw. Probetafelschnitte abzubilden.

Typische Anwendungsfälle

  • Warmwalzstraßen

  • Inspektionslinien

Beispiel zur Schopfschere im Warmwalzwerk (reale Daten):

Die folgende Abbildung zeigt den zugehörigen Signalverlauf von Länge (oben) und Tracking-IDs (unten) für zwei Schrottschnitte am Anfang und Ende des Produkts:

Messorteigenschaften

Name und Freigabe wie beim Standardmessort

Tracking-ID Eingang/Ausgang

Für die Tracking-IDs Eingang und Ausgang sind von der Materialverfolgung zwei verschiedene Analogsignale bereitzustellen und in den Messorteigenschaften auszuwählen. Über die Steuerung der Tracking-IDs Eingang und Ausgang können zwei Betriebsarten unterschieden werden.

Betriebsart Schrottschnitt (Material verlässt die Anlage ohne weitere Bearbeitung)

Wenn die Tracking-ID Ausgang gleich null und die Tracking-ID Eingang ungleich null ist, dann entspricht dies einem Schrottschnitt. Das heißt, dass das abgeschnittene Material an diesem Messort aus der Produktion entnommen und nicht mehr weiter bearbeitet wird.

Betriebsart Teilungsschnitt (Material verbleibt weiter in der Anlage)

Mit einem Schnitt sollte sich die Tracking-ID Ausgang ändern, sodass das abgeschnittene Material eine neue ID bekommt. Die Tracking-ID Eingang bleibt dagegen unverändert.

Durch den Schnitt entstandene "Tracked-Parts" durchlaufen anschließend die restlichen, hinter dem Teilungsmessort befindlichen Messorte. Wenn am Ende für jedes dieser neuen Produkte die Produktdatei erzeugt wird, nimmt ibaQDR jeweils das entsprechende Teilstück aus dem ursprünglichen "Tracked-Part" am Teilungsmessort und fügt die Daten aller davor liegenden Messorte hinzu.

Wenn am Ende eine Produktdatei erzeugt wird, kennt ibaQDR die Schrottabschnitte und berücksichtigt nur den in der Anlage verbliebenen Teil des "Tracked-Part".

Länge

Es gibt nur ein Längensignal, da an einem Teilungsmessort keine Längung des Materials stattfindet. Im Vergleich zu einem Standardmessort entspricht das Längensignal der Eingangslänge, sodass es mit jedem Schnitt auf null zurückgesetzt werden muss.

Beispiel (theoretisch)

Die folgende Abbildung zeigt die zeitbasierten Trendkurven von 4 Messorten. Die ersten beiden Messorte sind Standardmessorte, der dritte ist ein Teilungsmessort und der vierte ist wieder ein Standardmessort.

Das "Tracked-Part" vor dem Teilungsmessort hat eine Länge von 60 m (Längenmesswert = rote Kurve).

Am Teilungsmessort wird alle 12 m ein Teilungsschnitt durchgeführt. Mit jedem Schnitt wird die Tracking-ID Ausgang erhöht. Es entstehen also fünf neue "Tracked Parts" mit je 12 m Länge. Diese sind am letzten Messort zu sehen, den sie nach dem Teilungsmessort nacheinander durchlaufen.