Die Kernfunktion von ibaQDR ist die längenrichtige Zuordnung der Qualitätsdaten zum Produkt.
Diese Zuordnung wird von ibaQDR auf Basis der zunächst zeitbasierten Datenaufzeichnung vorgenommen. Die zeitlich versetzt anfallenden Messwerte werden am Ende genau der Stelle am Produkt zugeordnet, wo sie gemessen wurden.
Qualitätsrelevante Daten sind beispielsweise:
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Produktabmessungen (Breite, Dicke, ....)
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Profile (Bandbeschichtung, Dickenquerprofil,...)
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Produktionsparameter (Temperatur, Zug, Druck, ...)
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Sollwerte und Verbrauchsmesswerte usw.
Als zusätzliche Anwendung zur tiefgreifenden Prozessanalyse und Optimierung mit ibaQDR kann es aber auch sinnvoll sein, umfangreichere Signalbestände wie Statusbits, Steuerungsdaten usw. in die ibaQDR-Aufzeichnung aufzunehmen. Solche ibaQDR-Anwendungen umfassen dann u.U. mehrere tausend Signale.
Die produzierende Anlage wird in mehrere Bereiche (Messorte) aufgeteilt, in denen qualitätsrelevante Daten entstehen. Zusätzlich wird das Produkt, z. B. ein Stahlband, in Längensegmente unterteilt, die mithilfe einer Materialverfolgung ("Tracking") durch die Anlage verfolgt werden.
Das folgende Bild verdeutlicht dieses Prinzip am Beispiel einer Bandbehandlungsanlage.
Die Aufzeichnung der Messdaten erfolgt zunächst nach Messorten getrennt, wobei die Tracking-ID und die Position (Länge) des Produkts, bezogen auf den jeweiligen Messort mit aufgezeichnet werden. Man kann sich diese Messorte wie kleine einzelne ibaPDA-Systeme entlang der Anlage vorstellen, die das Produkt zeitlich nacheinander durchläuft. Es entstehen dabei so viele Messdateien wie Messorte.
Die folgende Grafik zeigt vereinfacht am Beispiel einer Feuerverzinkung, wo Messorte definiert werden (rote Kreise "M").
Messorte sind in diesem Beispiel:
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Abhaspel 1 + 2 (Pay-off reel 1 + 2)
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Schweißmaschine (Welder)
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Messrolle 1 (Gauging roll 1)
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Glühofen (Annealing)
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Zinkbad (Galvanizing)
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Bandkühlung (Cooling)
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Dressiergerüst (Skin Pass Mill)
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Streckrichter (Stretch leveller)
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Dickenmessung (Thickness gauge)
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Schere (Shear)
Mit dem Fertigstellungssignal für ein Produkt (z. B. Schnitt am Ende eines Bandes) werden die Messdaten aus den einzelnen Dateien der Messorte nach Tracking-ID und Längenwert herausgefiltert und in eine Fertigproduktdatei geschrieben. In dieser Datei sind nun alle zu dem gerade erzeugten Produkt gehörenden Messwerte auf die Fertigproduktlänge normiert abgelegt.
Produktionsbedingte Materiallängungen werden dabei berücksichtigt. Neben den Fertigproduktdateien können auch Einsatzband-bezogene Aufzeichnungen gespeichert oder aber bereits im Prozess „Zwischendateien“ erzeugt werden, die alle Daten bis zu einem Messort umfassen.
Dabei ist aber zu beachten, dass die Längennormierung auch hier Bandverlängerungen berücksichtigt und somit auf den letzten Messort normiert erfolgt.

