DelayLengthL('Expression','Length','MaxLengthDelta','DelayInMeter','Resolution*', 'Filter=0*'Argument')
DelayLengthV('Expression','Speed','DelayInMeter','Resolution*', 'Filter=0*')
Argumente
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'Expression' |
Signal, das verzögert werden soll |
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'Length' bzw. 'Speed' |
Istwert Längensignal (in m) bei DelayLengthL Istwert Geschwindigkeit (in m/s) bei DelayLenghtV |
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'MaxLengthDelta' |
Nur bei DelayLengthL Obergrenze zur Berücksichtigung der Änderungen des Längensignals |
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'DelayInMeter' |
Distanz, um die verzögert werden soll (in m) |
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'Resolution*' |
Auflösung: Längenbasis des Ergebnisses (in m) |
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'Filter*' |
Optionaler Parameter (Voreinstellung =0) zur Einstellung des Filters bei Zeit-Längen-Umwandllung |
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'Filter' = 1 |
Minimaler Filter |
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'Filter' = 2 |
Maximaler Filter |
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'Filter' = 0 und andere |
Kein Filter |
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Beschreibung
Diese Funktionen erzeugen über das Längensignal 'Length' (in m) bzw. über das Geschwindigkeitssignal 'Speed' eine längenbasierte Version von 'Expression' mit einer Verzögerung von 'DelayInMeter' Meter. Änderungen im Längensignal, die 'MaxLengthDelta' überschreiten, werden ignoriert. Die Auflösung 'Resolution' ist die Längenbasis des Ergebnisses (in m).
Mit diesen Funktionen kann ein Signal um eine Distanz verzögert werden. Damit kann z. B. ein Signal mit einem Längenoffset relativ zu einem Messort versehen werden. Die Funktion eignet sich für einzelne Messsignale, die zum zugehörigen Messort einen größeren Abstand haben (> 1 m), für die sich die Einrichtung eines eigenen Messorts aber nicht lohnt.
Auch eine einfache Materialverfolgung kann damit realisiert werden, wie im folgenden Anwendungsbeispiel beschrieben ist.
Anwendungsbeispiel
Aufbau einer einfachen Materialverfolgung am Beispiel des Simulationsmodells.
Die Materialverfolgung sorgt dafür, dass der ID-Wechsel des "Tracked Part" stets längenrichtig an den Messorten erfolgt. Betrachtet werden dabei die Standardmessorte an den Übergängen zwischen Anlagenabschnitten mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten.
Am Beispiel unserer Simulation sind dies folgende Anlagenabschnitte:
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Von Schweißmaschine (Welder) bis Messrolle 2 (Gauging Roll 2), inkl. Einlaufspeicher
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Von Messrolle 2 (Gauging Roll 2) bis Dressiergerüst (Skin Pass)
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Von Dressiergerüst (Skin Pass) bis Messrolle 5 (Gauging Roll 5), inkl. Auslaufspeicher
Es müssen also die Tracking-IDs für 4 Messorte ermittelt werden:
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Schweißmaschine (Welder)
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Messrolle 2 (Gauging Roll 2)
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Dressiergerüst (Skin Pass)
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Messrolle 5 (Gauging Roll 5)
Für die längenrichtige Umschaltung der Tracking-ID müssen folgende Distanzen ermittelt werden:
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Bandlänge zwischen Schweißmaschine (Welder) und Messrolle 2 (Gauging Roll 2), bestehend aus einem konstante Anteil und einem variablen Anteil (Füllstand Einlaufspeicher)
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Bandlänge zwischen Messrolle 2 (Gauging Roll 2) und Dressiergerüst (Skin Pass), in diesem Fall konstant
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Bandlänge zwischen Dressiergerüst (Skin Pass) und Messrolle 5 (Gauging Roll 5), bestehend aus einem konstante Anteil und einem variablen Anteil (Füllstand Auslaufspeicher)
Die folgende Abbildung zeigt das Prinzip und die Signalnamen, wie sie im Simulationsbeispiel verwendet werden.
Das Prinzip folgt der Idee, dass die an der Schweißmaschine vergebene ID verzögert um die Bandlänge an den zweiten Standardmessort übergeben wird, von diesem an den dritten Standardmessort und immer so weiter.
Die zurückgelegten Distanzen zwischen den Messorten werden mithilfe der DelayLengthV-Funktion aus den Geschwindigkeitssignalen der entsprechenden Anlagenabschnitte berechnet.
Die Definition der virtuellen Signale sieht dann wie folgt aus.
Die ID wird zuerst an der Schweißmaschine ermittelt. In der Simulation wird dies durch einen einfachen Zähler erledigt, der mit jedem "Angeschweißt"-Signal um eins inkrementiert wird.
Für die Ermittlung der Tracking-ID am nächsten Messort "[v_tracking_id_gauging_roll_2]" wird die DelayLengthV-Funktion verwendet:
DelayLengthV([v_tracking_id_welder],[speed_welder_v], [distance_looper_1_gauging_roll_2]
+ [looper_1_length_smooth] , 1, 0 )
Der Wert für die Tracking-ID wird am nächsten Messort erst dann übernommen, wenn das Band den Weg zurückgelegt hat, der dem Abstand der beiden Messorte unter Berücksichtigung des Füllstands vom Einlaufspeicher entspricht.
Für die weiteren Anlagenabschnitte wird entsprechend verfahren.
Messorte zwischen den Standardmessorten müssen nicht berücksichtigt werden, da diese als Messorte mit Offset konfiguriert sind und dementsprechend kein eigenes Tracking-ID-Signal benötigen.

