Der Multistation-Betrieb ermöglicht die synchrone Datenerfassung über mehrere ibaPDA-Systeme hinweg sowie die gegenseitige Steuerung der Datenaufzeichnung. Unterstützt werden zwei Modi: synchronisierter und nicht synchronisierter Multistation-Betrieb. In einer Multistation-Konfiguration wird ein ibaPDA-System als Multistation-Master definiert, während die übrigen Systeme als synchronisierte oder nicht synchronisierte Slaves arbeiten. Im synchronisierten Betrieb verteilt der Master einen hochpräzisen Synchronisationstakt über LWL-Verbindungen und koordiniert den Start und Stopp der Erfassung für synchronisierte Slaves sowie die Triggerverarbeitung im gesamten Netzwerk.
Dieser Ansatz stellt Folgendes sicher:
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Alle Systeme erfassen Daten zum exakt gleichen Zeitpunkt (synchronisierter Betrieb).
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Triggerereignisse sind global konsistent und mit einem präzisen Zeitstempel versehen.
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Aufgezeichnete Messdateien können später so analysiert werden, als stammten sie aus einem einzigen System.
Ein Mischbetrieb, bei dem synchronisierte und nicht synchronisierte Slaves innerhalb desselben Multistation-Verbund kombiniert werden, wird ebenfalls unterstützt.
Hinweis |
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Typische und bisher realisierte Konfigurationen bestehen aus 3 bis 5 ibaPDA-Systemen. Aufgrund gerätetechnischer Begrenzungen unterstützt ein synchronisierter Multistation-Verbund derzeit maximal 5 Systeme (1 Master + 4 Slaves) . |
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Die folgende Grafik zeigt die Teilnehmer im Multistation-Verbund, die Verbindungen zwischen den Systemen und die Netzwerke, in denen sich die Systeme befinden.
Verbindungen im Multistation-Verbund
In der Multistation-Konfiguration werden die beiden folgenden Verbindungstypen verwendet:
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Netzwerkverbindung (Multistation-LAN) zur Übertragung von Steuerungssignalen, z. B. Start/Stopp der Erfassung, Watchdog, Trigger usw.
Diese Verbindung wird zwischen allen Teilnehmern in einem Multistation-Verbund hergestellt, also Master, synchronisierte Slaves und nicht synchronisierte Slaves, um die Kommunikation untereinander zu ermöglichen. Auch die Master unterschiedlicher Multistation-Verbünde können so verbunden werden.
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ibaNet-Lichtwellenleiter-Verbindung (LWL) zwischen ibaFOB-D-Karten zur Übertragung des Synchronisationstakts
Diese Verbindung wird nur zwischen Master und synchronisierten Slaves hergestellt.
Bei mehreren Slaves wird eine Sterntopologie verwendet, bei der sich der Master in der Mitte befindet und Verbindungen zu den Slaves bestehen. Nicht synchronisierte Slaves sind in dieser Topologie nicht verbunden.
Die folgende Grafik zeigt die grundsätzlichen Verbindungsarten mit den jeweils übertragenen Informationen.

