Im Folgenden finden Sie eine Beschreibung der Verbindungen im Multistation-Verbund.

LWL-Synchronisationsverbindung

Der Multistation-Master ist mit jedem synchronisierten Slave über ein Lichtwellenleiterkabel verbunden. Die Verbindung verläuft von einem Ausgang einer ibaFOB-4o-D-Karte im Master-System zu einem Eingang einer ibaFOB-4i-Dexp-Karte im synchronisierten Slave.

Das ibaFOB-4o-D-Modul muss am Spiegelanschluss der ibaFOB-4i-Dexp-Karte (weißer Stecker auf der Karte) angeschlossen sein. Diese ibaFOB-Karte muss auf Interrupt-Modus "Master-Modus intern" eingestellt werden.

Die ibaFOB-Karte im synchronisierten Slave muss ebenfalls auf Interrupt-Modus "Master-Modus intern" eingestellt werden, da sie möglicherweise den Takt für zusätzliche Karten innerhalb des Rechner liefert.

Der Master überträgt ein Taktsignal über die LWL-Verbindung, wodurch alle synchronisierten Teilnehmer genau zum gleichen Zeitpunkt Messwerte erfassen können. Dieser Takt wird zudem zur Synchronisation von Geräten der ibaPADU-S-Gerätefamilie verwendet, die an die synchronisierten Slaves angeschlossen sind.

ibaPDA gleicht protokollbedingte Übertragungsverzögerungen aus und gewährleistet so eine präzise Synchronisation von Signalen, die über verschiedene LWL-Protokolle übertragen werden und von unterschiedlichen Geräten stammen.

Für nicht synchronisierte Slaves innerhalb des Multistation-Verbunds ist keine LWL-Synchronisationsverbindung erforderlich.

Ethernet-Verbindung

Neben der LWL-Synchronisationsverbindung wird ein Ethernet-Netzwerk zwischen allen Systemen benötigt. Auf diesem Weg werden zwei unterschiedliche Arten von Netzwerkverbindungen aufgebaut:

  • Steuerverbindungen, mit den folgenden Funktionen:

    (nur synchronisierte Slaves)

    • Übertragung von Start- und Stoppbefehlen

    • Überwachung (Watchdog)

    • Abstimmung des Timings zwischen den Systemen in der Startphase

    • Prüfung auf Validierungsfehler

    • Steuerung des exakt synchronen Starts der Messung

    • Gewährleistung der synchronen Datenverarbeitung auf allen Systemen

    • Triggerkonfiguration

  • Datenverbindungen, mit den folgenden Funktionen:

    (alle Slaves)

    • Übertragung der Triggerereignisse

Im synchronisierten Multistation-Betrieb erfolgt die Kommunikation über TCP/IP. Für nicht synchronisierte Slaves können Sie zwischen UDP Unicast und UDP Multicast wählen.

Die Steuer- und Datenverbindungen werden während der Startphase zwischen Master und Slaves aufgebaut. Wenn mehr als 1 Slave im Verbund ist, wird auch zwischen den Slaves eine Datenverbindung aufgebaut, so dass jeder Teilnehmer eine Datenverbindung zu allen anderen Teilnehmern hat. Über die Steuerverbindung werden spezielle Nachrichten unter den Slaves ausgetauscht, die neben der Systemzeit des Masters auch Informationen zu den definierten Triggerereignissen enthalten, die auf Basis der zu verarbeitenden Datenmenge berechnet wurden.

Im synchronisierten Betrieb startet die Messung erst, wenn jeder Teilnehmer eine Nachricht von allen anderen Teilnehmern empfangen hat.