Den Multistation-Betrieb konfigurieren Sie im I/O-Manager von ibaPDA im Register AllgemeinMultistation.

Multistation-Modus

Modus

Bedeutung

Stand-alone (Default)

Der Multistation-Betrieb ist ausgeschaltet, das ibaPDA-System arbeitet autark. Im Schnittstellenbaum wird dies durch das Symbol angezeigt.

Master

Wählen Sie diesen Modus auf dem ibaPDA-System, das als Multistation-Master arbeiten soll. In diesem Rechner muss die LWL-Hardware zur Verteilung des Synchronisationstakts (ibaFOB-Karte mit einem ibaFOB-4o-D-Modul am Spiegelanschluss) vorhanden sein. Diese ibaFOB-Karte muss auf Interrupt-Modus "Master-Modus intern" eingestellt sein. Zusätzlich muss der Rechner mit dem Multistation-LAN verbunden sein.

Siehe Multistation-Master konfigurieren.

Synchronisierter Slave (Slave)

Wählen Sie diesen Modus auf allen ibaPDA-Systemen, die über die ibaNet-LWL-Verbindung durch den Master synchronisiert werden sollen. Jeder Slave benötigt eine ibaNet-LWL-Verbindung zum Master. Hierfür muss im Rechner eine ibaFOB-Eingangskarte gesteckt sein, die auf Interrupt-Modus "Master-Modus intern" eingestellt ist. Die LWL-Verbindung vom Ausgangsmodul des Master-Rechners kann zu einem beliebigen freien Link der Karte hergestellt werden. Zusätzlich muss der Rechner mit dem Ethernet-Netzwerk verbunden sein.

Siehe Synchronisierten Slave konfigurieren.

Nicht synchronisierter Slave (Slave ohne Master)

Wählen Sie diesen Modus auf einem ibaPDA-System, das mit dem Multistation-LAN verbunden werden soll, um globale Trigger auszutauschen, aber ansonsten seine Daten unabhängig erfasst. Dieses System wird nicht vom Master synchronisiert und benötigt daher auch keine ibaNet-LWL-Verbindung. Eine Verbindung zum Ethernet-Netzwerk ist trotzdem erforderlich.

Siehe Nicht synchronisierten Slave konfigurieren.

Die folgende Matrix zeigt die Verbindungsmöglichkeiten zwischen Systemen mit unterschiedlichen und gleichen Multistation-Modi.

Multistation-Modus

Stand-alone

Master

Synchronisierter Slave (Slave)

Nicht synchronisierter Slave (Slave ohne Master)

Stand-alone

-

-

-

-

Master

-

***

**

*

Synchronisierter Slave (Slave)

-

**

*

*

Nicht synchronisierter Slave (Slave ohne Master)

-

*

*

*

* Anschluss nur über Multistation-LAN, nur nicht synchronisierte Verbindungen

** Multistation-Verbund mit LWL-Synchronisation und Netzwerk, nicht synchronisierte Verbindungen optional

*** Master-Master, nur Verbindung zwischen zwei Multistation-Verbünden, nur nicht synchronisierte Verbindungen

Portnummer

Portnummer des aktuellen Rechners

Der Port ist auf 9175 voreingestellt. Master und alle synchronisierten Slaves im Multistation-Verbund müssen die gleiche Portnummer verwenden.

Start-Timeout (nur Master)

Zeit, die das System wartet, bis es zum Start der Messung eine Verbindung mit den anderen Teilnehmern aufgebaut hat

Wenn die Messung auf einem Slave gestartet werden soll, z. B. nach einer Änderung der I/O-Konfiguration, wartet das System für diese Zeit auf eine Rückmeldung vom Master. Wenn die Verbindung zum Master in dieser Zeit nicht zustande kommt, startet das System im Stand-alone-Modus.

Nicht synchronisierte Systeme (Unsynchronisierte Stationen)

(nur Master und synchronisierte Slaves)

Auswahl des Protokolls für die Kommunikation mit nicht synchronisierten Slaves.

Nummer des Empfangsports/Port

(nur Master und synchronisierte Slaves)

Portnummer für den Austausch von Multicast-Nachrichten

Für UDP Unicast ist die Portnummer 9177 voreingestellt, für UDP Multicast die Portnummer 9176.

Lokale IP-Adresse (nur bei UDP Multicast)

Netzwerkkarte des lokalen ibaPDA-Servers, die für die Kommunikation mit nicht synchronisierten Teilnehmern genutzt werden soll

Multicast IP-Adresse (nur bei UDP Multicast)

IP-Adresse für den Austausch von Multicast-Nachrichten

TTL (Time To Live)

Hier stellen Sie ein, über wie viele Router eine Multicast-Nachricht laufen kann. Idealerweise ist TTL = 1, d. h. auch die nicht-synchronisierten Slaves sind direkt mit dem Multistation-Netzwerk verbunden.