Für den Betrieb als Sniffer ist keine Projektierung im Engineering-Werkzeug des eingesetzten EtherNet/IP-Originators notwendig.

Um die Konfiguration in ibaPDA vornehmen zu können, ist die Kenntnis des Aufbaus der übertragenen Nutzdaten notwendig, insbesondere sind dies folgende Informationen:

  • Zwischen welchem Originator und welchem Target die Daten übertragen werden.

  • Werden die Daten vom Originator zum Target (OUTPUT) oder vom Target zum Originator (INPUT) übertragen?

  • Wo (Byte-Offset) in den Daten das jeweilige Signal abgelegt ist und welcher Datentyp genutzt wird.

Begrifflich ist zwischen (TCP-) Verbindungen und (UDP-) Datenströmen zu unterschieden. Eine EtherNet/IP-Verbindung besteht im Regelfall aus einer Verbindung und zwei Datenströmen (jeweils einer in jede Richtung). Die Datenströme dienen dem zyklischen IO-Datenaustausch.

Folgende technischen Beschränkungen sind zu berücksichtigen:
  • Zur Erkennung der EtherNet/IP-Verbindung muss der Telegrammverkehr beim Verbindungsaufbau (CPU-Hochlauf, Kabelwiederverbindung) gesnifft werden. Ist dies nicht der Fall, so werden lediglich die laufenden Datenströme erkannt. In diesem Fall kann es sein, dass die zyklischen IO-Daten nicht immer eindeutig zu EtherNet/IP-Verbindungen zugeordnet werden können. Eine Datenerfassung ist dann nicht sinnvoll möglich.

  • Es können maximal 1024 Analog- und 1024 Digitalsignale aus bis zu 64 bidirektionalen Verbindungen konfiguriert werden.

  • In der Online-Diagnose können bis zu 1023 Datenströme und 511 Verbindungen angezeigt werden.