Im Falle einer kurzzeitigen DP-Störung, z. B. beim Ausfall eines DP-Slaves, kann es passieren, dass der S7-Master die Daten zum DP-Slave vorübergehend mit Null überschreibt.
Derartige Störungen können, wenn auch nur für wenige Millisekunden, zu Ausfällen (Null-Werten) im Datenfluss führen. Bei Echtzeit-Automatisierungssystemen kann dieser Effekt zu schwer nachvollziehbaren Gesamtstörungen führen.
Bezüglich der Eingangsdaten (aus Sicht des Masters) gibt es im S7-System die Möglichkeiten der DP-Überwachung, z. B. mithilfe von Alarm-Organisationsbausteinen.
Bei gesendeten Daten können die Empfangssysteme, die über ibaBM-DP und Schnittstellenbaugruppen wie ibaLink-VME oder ibaLink-SM-64-io mit dem PROFIBUS verbunden sind, nur die 32 Analog- und 32 Digitalwerte pro Slave (= Modul in ibaPDA) aus den iba-Anschaltungen auswerten.
Für diese Seite ist der Ausfall eines DP-Stranges nicht erkennbar. Bei einem PROFIBUS-Ausfall bleiben in den Datenspeichern üblicherweise die letzten Werte stehen.
Hinweis |
|
|---|---|
|
Es besteht die Möglichkeit, mithilfe der Nutzdaten entsprechende Anzeigen zu realisieren. So kann beispielsweise ein Digitalsignal aus den Nutzdaten als Überwachungssignal verwendet werden, indem es vom DP-Master statisch auf "1" gesetzt wird, solange der PROFIBUS ordnungsgemäß funktioniert. Erkennt der DP-Master eine Störung am PROFIBUS, dann setzt er alle Ausgangsdaten vorübergehend auf Null, inkl. des digitalen Überwachungssignals. Sobald das Empfangssystem eine "0" an dem betreffenden Signal erkennt, ist klar, dass es eine Störung gegeben hat, und das System kann entsprechend reagieren. |
|
Weitere Mechanismen können ebenfalls mittels der Nutzdaten auf Anwenderebene realisiert werden. Besonders die Projektierung eines dynamischen, sich zyklisch ändernden Lebenszeichens vom DP-Master ist zu empfehlen.