Im Register Archivierungsprofile können Sie Archivierungsprofile konfigurieren, die das Speicherintervall (zeitbasiert oder längenbasiert) definieren. Das Profil weisen Sie dann den Signalen für die Extraktion zu. Sie können mehr als ein Profil konfigurieren. Einem Signal können Sie nur ein Profil zuweisen.

Um ein Archivierungsprofil zu erstellen, muss mindestens eine Messdatei zur Extraktion geöffnet sein.

Segment Archivierungsprofil

Spalte Name

Wählen Sie eine Zelle in der Spalte Name und geben Sie einen Profilnamen ein.

Es wird empfohlen, einen Namen zu verwenden, der das gewählte Speicherintervall für die extrahierte Datei widerspiegelt, z. B. "10 s" = Größe (10) × Modus (Zeit (Sekunden)).

Spalten Modus und Größe

Geben Sie in der Spalte Größe einen Multiplikator ein, um das Speicherintervall für die extrahierten Daten zu bestimmen, z. B. 10 s = "Größe (10)" × "Modus (Zeit (Sekunden))".

Klicken Sie in die Spalte Modus und wählen Sie einen Extraktionsmodus aus:

  • Für die Modi Zeit und Länge können Sie eine Größe < 1 eingeben, um Bruchteile der Einheit unter Modus zu erhalten. Achten Sie bei der Eingabe des Bruchfaktors für Werte < 1 darauf, als Dezimaltrennzeichen einen Punkt anstelle eines Kommas einzugeben (z. B. "0.5" statt "0,5").

  • Folgende Modi verwenden die originale Basis des Signals oder ein Vielfaches davon, wodurch Bruchteile hier nicht sinnvoll sind. Beispielsweise muss eine Temperatur, die jede Minute gemessen wurde, nicht alle 100 ms extrahiert werden.

    *signal Standardbasis: originale Basis, entweder Zeit oder Länge, je nach Signaltyp

    *signal Zeitbasis: originale Zeitbasis

    *signal Längenbasis: originale Längenbasis

    *signal Zeit- und Längenbasis: originale Zeit- und Längenbasis; nur für mehrspaltiges Format unterstützt, da mindestens zwei Segmenttabellen beschrieben werden.

    Wenn die Zeitbasis des Aufzeichnungssignals 1 ms beträgt, könnte das 100-ms-Profil auch so definiert werden: Größe = 100 und Modus = *Signalzeitbasis

  • Mit den Modi Zeitsegmente oder Längensegmente ist es möglich, eine feste Anzahl von äquidistanten Zeitsegmenten oder Längensegmenten zu definieren. Beispielsweise bedeutet Größe = 1 und Modus = Zeitsegmente, dass nur 1 Segmentwert für den gesamten Datenkanal gespeichert wird. Wenn Teile des Quellsignals ungültig sind, sind die extrahierten Segmente leer, die die ungültigen Teile enthalten. Wenn die leeren Segmente am Anfang oder Ende des Signals liegen, werden sie nicht in die extrahierten Daten übernommen. Wenn die leeren Segmente zwischen gültigen Segmenten liegen, enthalten die extrahierten Daten entsprechende Lücken mit ungültigen Werten.

  • Der Modus Zeit, nicht-äquidistant wird für die Extraktion in eine Datenbank nicht unterstützt und führt zu einer Fehlermeldung. Diese Option besteht nur für die Extraktion in Textdateien.

Spalte Blob

Wenn Sie diese Option aktivieren, werden die Daten als Binary Large OBject (BLOB) gespeichert. Weitere Informationen, siehe Verwendung von BLOBs.

Nicht zugewiesene Kanäle dem ersten Profil zuweisen

Wenn Sie diese Option aktivieren, werden alle Signale, die nicht manuell einem Profil zugewiesen wurden, automatisch mit dem ersten Profil extrahiert. Diese automatische Zuweisung wird allerdings nicht in der Signalzuweisung angezeigt. Auf diese Weise lassen sich Fehler in der Extraktion vermeiden, wenn die Dateistruktur über unterschiedliche Dateien hinweg geändert wird, z.B. wenn die Messdatei in ibaPDA erweitert wird.

Unterkanäle ignorieren

Wenn Sie diese Option aktivieren, werden Unterkanäle aus einer HD-Abfrage nicht extrahiert, wie z. B. die Kanäle min/max.

Kanäle ignorieren, die nicht vom Extraktionsmedium unterstützt werden

Wenn Sie diese Option aktivieren, werden Kanäle nicht extrahiert, die vom Zieldateiformat nicht unterstützt werden, wie z. B. ibaCapture-Synchronisationskanäle für die Extraktion in Fremdformate.

<Unbenutzte Profile entfernen>

Verwenden Sie diese Option, um automatisch Profile zu löschen, denen keine Signale zugewiesen sind.

Eingangssignale

Den erstellten Profilen müssen Sie Signale zuweisen. Wählen Sie Signale aus, die in die extrahierten Daten aufgenommen werden sollen. Die extrahierten Signalwerte sind die Mittelwerte der Quellsignalwerte innerhalb der ausgewählten Speicherintervalle.

Wenn Sie einen Modulknoten aktivieren bzw. deaktivieren, aktivieren bzw. deaktivieren Sie auch alle Signale, die zu diesem Modul gehören. Einzelne Signale können Sie im geöffneten Modulknoten aktivieren bzw. deaktivieren. Die ausgewählten Signale sind immer dem markierten Profil (graue Hintergrundfarbe) zugeordnet. Beim Wechsel des Profils ändern sich auch die dazugehörigen ausgewählten Signale. Einem Signal können Sie nur ein Profil zuweisen.

Mehrdimensionale Ausdrücke (Virtuelle Signale, Logische Ausdrücke und Vektoren aus einer Messdatei) können Sie in die Datenbank extrahieren und von dort abfragen. In der Messkanaltabelle der Datenbank erscheint dann eine neue Spalte _LogicalId (i_LogicalId für Oracle- und IBM DB2-Datenbanken), um anzuzeigen, welche Unterkanäle zum selben mehrdimensionalen Kanal gehören.

Zusätzliche Kanalinformationen: Maximum, Minimum oder Standardabweichung

Die Optionen für Maximum, Minimum, Standardabweichung und Anzahl Werte im Segment sind nur für den Schema-Modus Mehrspaltig verfügbar, siehe Schema-Modus mehrspaltiges Format. Im Schema-Modus Standard werden diese Werte automatisch in die Segmenttabelle extrahiert.

Wenn Sie diese Option aktivieren, werden Unterkanäle erzeugt, die jeweils Maximum, Minimum oder Standardabweichung der Quellsignalwerte innerhalb der ausgewählten Speicherintervalle darstellen. Diese Option kann für neu erfasste Signale hilfreich sein.

Zusätzliche Kanalinformationen: Anzahl Werte im Segment

Wenn Sie diese Option aktivieren, wird die Spalte _ValuesInSegment in der Datenbank angelegt. Diese Spalte enthält die Anzahl der Datenpunkte, die in jedem Segment in der Datenbank komprimiert sind. Diese Option ist nur für den Schema-Modus Mehrspaltig verfügbar und wenn das Profil nicht als BLOB extrahiert wird, siehe oben.

Als gültig markieren von/Als gültig markieren bis

Wenn Sie das Signal nicht über die volle Dauer extrahieren möchten, können Sie hier den Anfang und das Ende des Profilbereichs definieren. Sie können Ausdrücke verwenden, um den Bereich aus Ihren Daten zu berechnen.

Wenn trotz aktivierter Optionen keiner der beiden Ausdrücke definiert ist, wird das Signal vollständig extrahiert.

Wenn die angegebenen Ausdrücke nicht ausgewertet werden können, erscheint bei der Extraktion eine Fehlermeldung.

Video Abschnitte exportieren/Transcode

Diese Funktionen werden für die Extraktion in eine Datenbank nicht unterstützt, sondern nur für die Extraktion in Dateien.

<Rücksetzen>

Entfernen Sie alle Signale aus dem ausgewählten Profil.