Wenn sich ein Einsatzprodukt (Tracked Part) rückwärts bewegt, nimmt das Tracking-Längensignal ab. Das ibaQDR-intern gefilterte Längensignal nimmt dabei aber nicht ab, sondern bleibt auf dem letzten Maximalwert. Wenn sich das Einsatzprodukt dann wieder vorwärts bewegt, steigt das Tracking-Längensignal erneut an. Wenn dann das Tracking-Längensignal größer als sein vorheriges Maximum wird, beginnt auch das ibaQDR-intern gefilterte Längensignal wieder zu steigen.
Längenmesswert (blau), gefiltertes Längensignal (rot) und verwendete Längenwerte (grün)
Es kann vorkommen, dass ein Einsatzprodukt zurückgefahren und ein Stück von ihm abgeschnitten wird. Die Einsatzproduktlänge am ID-Wechsel ist dann kleiner als die vorherige Maximallänge. ibaQDR erkennt dies und die Messwerte für die fehlenden Längenabschnitte werden entfernt. Im folgenden Beispiel war das Einsatzprodukt 60 m lang, dann wurde es um 20 m zurückgefahren und abgeschnitten. Dann wird ein neues Einsatzprodukt mit der Tracking-ID (Coil ID) 2 angeschweißt. ibaQDR hat nun ein Einsatzprodukt mit ID 1 und einer Länge von 40 m.
Einsatzprodukt-ID (blau), Längenmesswert (rot) und verwendete Längenwerte (grün); Anm.: Die rechte grüne Linie gehört zum nächsten Einsatzprodukt mit der ID 2.
Das Zurückfahren kann komplizierter werden, wenn ein Einsatzprodukt vollständig aus dem System herausgefahren wird. Das folgende Beispiel zeigt eine solche Situation.
Einsatzprodukt-ID (blau), Längenmesswert (rot) und verwendete Längenwerte (grün)
Einsatzprodukt 2 fährt in die Anlage ein und bewegt sich bis auf 30 m. Anschließend wird es wieder zurückgefahren. Zu diesem Zeitpunkt ist die Datei für das Einsatzprodukt 2 geschlossen. Die Gesamtlänge von Einsatzprodukt 2 ist 0, da es vollständig herausgefahren wurde. Einsatzprodukte, deren Länge kleiner als MinEntrycoilLength (Standard = 5 m) ist, werden aus ibaQDR entfernt. Die Einsatzprodukt-Datei für ID 2 wird also entfernt. Die Linie wird weitergefahren, so dass ID 1 an dieser Messstelle wieder erscheint. Sie beginnt bei ihrer Endlänge von 140 m und kehrt dann auf 120 m zurück. ID 1 geht dann wieder auf 140 m vor. Die gefilterte Länge für ID 1 ist dann 0 m. Daher wird auch diese Eingangsprodukt-Datei entfernt. ID 2 fährt dann wieder in die Anlage. Es wird eine neue Einsatzprodukt-Datei erzeugt und diese wird verwendet. Dieser Teil ist in der Abbildung grün dargestellt. Es gibt noch eine weitere Situation, die eintreten kann.
Einsatzprodukt-ID (blau), Längenmesswert (rot) und verwendete Längenwerte (grün)
Einsatzprodukt 2 fährt in die Anlage und wird vollständig herausgefahren. Einsatzprodukt 1 wird 20 m zurückgefahren und dann abgeschnitten. Einsatzprodukt 2 fährt wieder ein. ibaQDR hat die erste Datei für Einsatzprodukt 2 und die zweite Datei für Einsatzprodukt 1 entfernt. ibaQDR hat dabei auch erkannt, dass Einsatzprodukt 1 abgeschnitten wurde, also wird es 20 m aus der ersten Datei für Einsatzprodukt 1 entfernen. Die grünen Abschnitte im Bild zeigen die Daten, die für die Einsatzprodukte 1 und 2 verwendet werden. Der Wert für MinEntrycoilLength kann im Dialogfeld zur Konfiguration der Datenaufzeichnung festgelegt werden:




