Dieses Modul stellt eine redundante Verbindung über die Standard-Netzwerkschnittstelle des Rechners oder eine zusätzliche Netzwerkkarte her.

ibaPDA liest Daten immer nur von einer CPU, diese wird als aktive CPU bezeichnet. Auf Basis des CPU-Status und des Verbindungsstatus wird entschieden, von welcher CPU die Daten geholt werden.

Wenn nur eine CPU verbunden ist, so ist es diese die aktive CPU. Sind beide CPU verbunden und nur eine im Status RUN, dann wählt ibaPDA diese CPU. Sind beide verbunden und im Status RUN, dann wählt ibaPDA die erste CPU (Verbindung 0). Wenn es sich allerdings um ein S7-400H-System handelt, wählt ibaPDA die CPU mit Status RUN MASTER.

Tritt eine Änderung des CPU- oder Verbindungsstatus der aktiven Verbindung ein, so führt ibaPDA eine Verbindungsumschaltung aus. Eine Änderung des CPU-Status oder Verbindungsstatus der derzeit nicht aktiven Verbindung bewirkt keine Verbindungsumschaltung.

Es handelt sich hierbei um die Kopplung zweier "normaler" S7-Xplorer-Verbindungen, die ibaPDA im Fehlerfall umschaltet, und nicht um eine sog. "hochverfügbare Verbindung". Daher ist technisch bedingt mit Signallücken von 1 bis 2 Sekunden während eines Umschaltvorgangs zu rechnen.

Bei den angebundenen Steuerungen kann es sich um ein S7-400H Steuerungspärchen (hochverfügbar) handeln oder um zwei Standard-S7-Steuerungen. Voraussetzung ist lediglich, dass die erfassten Operanden in beiden Steuerungen auf identischen Adressen liegen.

ibaPDA unterstützt folgende Steuerungen, Verbindungsmodi und Auswahlmethoden:

Steuerung

Verbindungsmodus und Signalauswahl

TCP/IP

PC/CP

TCP/IP S7-1x00

ABS

SYM

CFC

ABS

SYM

CFC

ABS

SYM

CFC

S7-300

X

X

X

X

X

X

-

-

-

S7-400

X

X

X

X

X

X

-

-

-

S7-400H

X

X

X

X

X

X

-

-

-

S7-1200

X

-

-

-

-

-

-

-

-

S7-1500

X

-

-

-

-

-

-

-

-

Erklärung: ABSolutadresse, SYMbolisch, CFC-Konnektor

ibaPDA unterstützt folgende Operandentypen:

Auswahl über

Analog

Digital

S7-300 S7-400

EB, AB, MB, PEB, DBB EW, AW, MW, PEW, DBW ED, AD, MD, PED, DBD T, Z

E, A, M, DBX

S7-1200 S7-1500

EB, AB, MB, DBB

EW, AW, MW, DBW

ED, AD, MD, DBD

E, A, M, DBX

Für weitere Informationen zur Moduleinstellung siehe Allgemeine Moduleinstellungen.

Verbindungskonfiguration

Konfigurieren Sie beide Verbindungen in den Registern Verbindung 0 und Verbindung 1. Den Namen der Register können Sie über die Felder Verbindungsname ändern.

Für weitere Details zur Verbindungskonfiguration siehe Modul S7-Xplorer.

Die Option Software-Redundanz aktivieren bezieht sich auf ein Software-Paket von Siemens, das Redundanz für Standard-Automatisierungssysteme der S7-300 und S7-400 ermöglicht. Das Statusbit DB 101.DBX 9.0 zeigt den Zustand "Station ist Master" an.

Zur Diagnose des Status der beiden Verbindungen sind spezielle Signale im Register Digital verfügbar. Diese belegen die ersten 4 Signalplätze.

Tab. Statussignale für redundante Verbindung

Signal

Bedeutung

{$PDA_PrimaryConnected}

Verbindung 0 aufgebaut

{$PDA_PrimaryActive}

Datenerfassung läuft über Verbindung 0

{$PDA_SecondaryConnected}

Verbindung 1 aufgebaut

{$PDA_SecondaryActive}

Datenerfassung läuft über Verbindung 1

Von den Signalen {PDA_PrimaryActive} und {PDA_SecondaryActive} ist immer genau eines gesetzt, auch wenn keine der beiden Verbindungen selbst aktiv ist.