Ein Analogwert, z. B. eine Temperatur, die mit FC105 aus der S7-Standardbibliothek skaliert ist, soll als REAL-Variable von der S7-SPS zum ibaBM-DP übertragen und mit ibaPDA erfasst werden.

Schritt 1: LWL-Verbindung und Verkabelung

Da es sich bei ibaPDA um eine passive Anwendung handelt, d. h. nur Daten am PROFIBUS werden gelesen, stehen die Modi 0, 1 und 3 zur Auswahl.

  1. Verbinden Sie den LWL-Ausgang des ibaBM-DP (TX) mit einem LWL-Eingang an einer ibaFOB-Karte im ibaPDA-Rechner.

  2. Starten Sie ibaPDA und definieren Sie ein Modul "ibaBM-DP-64" im I/O-Manager von ibaPDA.

  3. Markieren Sie in ibaPDA im I/O-Manager den entsprechenden Link unterhalb der ibaFOB-Karte im Signalbaum.

    Auch wenn das Gerät ibaBM-DP noch nicht mit dem PROFIBUS verbunden ist, werden bereits gültige Telegramme über Lichtwellenleiter an ibaPDA geschickt. Mithilfe der Diagnosefunktion in ibaPDA kann der bereits laufende Telegrammzähler gesehen werden.

Sobald die Verbindung zwischen DP-Master und den beiden Slaves des ibaBM-DP aufgebaut wurde, sollte die LED "Bus" gelb und die LED "Active" weiß dauerhaft leuchten.

Schritt 2: Installation der GSD-Datei und Hardware-Konfiguration
  1. Starten Sie das "HW Config"-Programm in dem aktuellen S7-Projekt und installieren Sie die GSD-Datei "ibaF04n3.gsd".

  2. Stellen Sie die Betriebsart im Webinterface des ibaBM-DP auf Modus "3" (PDA 28 Real).

  3. Öffnen Sie den Ordner "PROFIBUS DP” im Hardware-Katalog von "HW Config".

  4. Verbinden Sie ein "ibaDPM64"-Modul mit der PROFIBUS-Linie per Drag and Drop und stellen Sie eine Adresse (hier im Beispiel 10) für dieses Modul ein.

  5. Wenn Sie beide Slaves im ibaBM-DP nutzen wollen, dann verbinden Sie ein weiteres Modul mit der PROFIBUS-Linie und weisen diesem in "HW Config" die andere, im Webinterface des Geräts eingestellte Adresse zu.



Schritt 3: Verbindung zum DP herstellen
  1. Verbinden Sie den linken DP-Stecker von ibaBM-DP mit dem DP-Anschluss an der S7-SPS.

  2. Wenn ibaBM-DP das letzte Gerät am DP-Strang ist, dann aktivieren Sie außerdem den Abschlusswiderstand im PROFIBUS-Stecker.

  3. Laden Sie mithilfe von "HW Config" die Systemdaten in die S7-SPS und starten Sie die SPS.

    Sobald die Verbindung zwischen DP-Master und den beiden Slaves von ibaBM-DP aufgebaut wurde, sollte die LED "Bus" gelb und die LED "Act" weiß dauerhaft leuchten.

Schritt 4: S7-Testprogramm
  1. Erzeugen Sie einen DB11 (oder jede andere freie DB-Nummer) im S7-Projekt.



    DB11 enthält 120 Byte Daten für ibaBM-DP.

  2. Definieren Sie die lokalen Variablen und rufen Sie FC105 und SFC15 (beides Blöcke aus der S7-Standardbibliothek) in OB1 auf.

    Auch andere FCs sind möglich.

    Die skalierte Temperatur (0.0 °C bis 700.0 °C) ist als REAL-Wert in DB11.DBD8 gespeichert (im 1. Speicherbereich für Analogsignale).

    Beispiel für Transfer von 32 Byte konsistenter Daten von S7-SPS (DB11) zu ibaBM-DP mit SFC15:



  3. In Ihrem S7-Programm müssen Sie die Peripherie-Ausgabeadresse in Netzwerk 3 (LADDR-Parameter) auf die DP-Ausgabeadresse in der Hardware-Konfiguration (Spalte A-Adresse) einstellen.

    Weitere Informationen siehe Kapitel Ausgabedaten.



  4. Laden Sie jetzt alle geänderten Blöcke in die SPS.

Schritt 5: ibaPDA-Setup und Test

In Schritt 1 sollten Sie bereits ein Modul ibaBM-DP-64 im I/O-Manager von ibaPDA definiert haben.

  1. Aktivieren Sie die analogen und digitalen Kanäle in den Signaltabellen des Moduls in ibaPDA und geben Sie den Signalnamen und Kommentare ein, sofern dieses gewünscht.

  2. Starten Sie die Messung mit einem Klick auf <GO>.

  3. Ziehen Sie die gewünschten Signale mittels Drag & Drop vom Signalbaum in die Signalanzeige.

Wenn alle Verbindungen vorhanden sind und die S7-SPS Daten über den PROFIBUS sendet, dann sollten in den Trendkurven des ibaPDA-Clients die Messkurven zu sehen sein. Wenn die Messkurven nicht sofort zu sehen sein sollten, dann führen Sie einen rechten Mausklick in den Signalstreifen durch und wählen Sie im Kontextmenü den Befehl Streifen autoskalieren aus.