Der Redundanzmodus von ibaBM-DP und ibaPDA ist erforderlich, wenn Daten von redundanten PROFIBUS-Systemen einer SIMATIC S7-400H Steuerung erfasst werden sollen.

Ohne den Redundanzmodus ist eine Erfassung prinzipiell auch möglich, mit dem Nachteil, dass die Daten doppelt von jedem der beiden PROFIBUS-Systeme erfasst werden müssen. Der Anwender muss dann bei der Analyse der Daten selbst entscheiden, welcher der beiden Datensätze aktuell der gültige war.

Im Redundanzmodus entscheidet ibaBM-DP automatisch, über welches der beiden PROFIBUS-Systeme gerade gültige Daten gesendet werden. Lediglich die gültigen Daten werden an ibaPDA zur Aufzeichnung gesendet.

Situationen wie den Übergang einer S7-400H CPU in STOP, den Ausfall einer Slave-Anschaltung (z. B. IM153-2 bei einer redundanten ET200) oder Kabelbruch erkennt ibaBM-DP und wechselt dynamisch das für die Datenerfassung verwendete Bus-System.

Werden auf beiden Bus-Systemen gültige Daten erkannt, so ist das Bus-System 0 (angeschlossen an Stecker X40) das Vorzugssystem.

Im Redundanzmodus ist sowohl das "Sniffen" einer existierenden Master/Slave-Kommunikation möglich, als auch die Verwendung von aktiven Slaves in ibaBM-DP, um interne Daten der Steuerung direkt an ibaPDA zu senden. Die aktiven Slaves können auch einen Eingangsdatenbereich haben, so dass Signale von ibaPDA über ibaBM-DP an den Master ausgegeben werden können.

Um den Redundanzmodus verwenden zu können, benötigen Sie eine zusätzliche Lizenz. Informationen zu den Bestelldaten finden Sie in Kapitel Bestelldaten. Die Lizenz kann auf folgende Weise freigeschaltet werden:

  • Über die Administratorfunktionen im Web-Dialog des ibaBM-DP, siehe Kapitel Administration

  • Über den I/O-Manager in ibaPDA im Dialog Profibus-Browser, siehe Kapitel Profibus-Browser

Nach der Aktivierung der Lizenz im Web-Dialog zeigt die Seite Info, dass der Redundanzmodus verfügbar ist.