Ein Temperatursignal soll von einer S7-SPS zu einem ibaLogic-System übertragen werden. Von ibaLogic zur S7 soll ein Generatorsignal gesendet werden.

Schritt 1: LWL-Verbindung und Verkabelung

Weil Daten in beide Richtungen übertragen werden müssen, stehen die Betriebsarten Modus 8, 9 und B zur Verfügung.

  1. Nehmen Sie ein 2-adriges LWL-Kabel und verbinden Sie den Ausgang (Sender, TX) an ibaBM-DP mit einem Eingang (Empfänger) an der ibaFOB-io- oder ibaFOB-4i-Karte des ibaLogic-Systems.

  2. Mit der 2. Ader verbinden Sie den Eingang (Empfänger, RX) an ibaBM-DP mit einem Ausgang der ibaFOB-io- oder ibaFOB-4o-Karte.

Schritt 2: GSD-Installation und Hardware-Konfiguration
  1. Starten Sie das "HW Config"-Programm in dem aktuellen S7-Projekt und installieren Sie die GSD-Datei "ibaF08n3.gsd".

    Weitere Informationen siehe Kapitel Betriebsartenübersicht.

  2. Stellen Sie die Betriebsart im Webinterface des ibaBM-DP auf Modus "8".

  3. Öffnen Sie den Ordner "Profibus DP” im Hardware-Katalog von "HW Config".

  4. Verbinden Sie ein "DPM64"-Modul mit der PROFIBUS-Linie per Drag & Drop und stellen Sie die Adresse (hier im Beispiel 4) für dieses Modul ein.

  5. Wenn Sie beide Slaves im ibaBM-DP nutzen wollen, dann verbinden Sie ein weiteres Modul mit der PROFIBUS-Linie und weisen diesem in "HW Config" die andere im Webinterface des Geräts eingestellte Adresse zu.



Schritt 3: Verbindung zum DP herstellen
  1. Verbinden Sie den linken DP-Stecker von ibaBM-DP mit dem DP-Anschluss an der S7-SPS.

  2. Wenn ibaBM-DP das letzte Gerät am DP-Strang ist, dann aktivieren Sie außerdem den Abschlusswiderstand im PROFIBUS-Stecker.

  3. Laden Sie mithilfe von "HW Config" die Systemdaten in die S7-SPS und starten Sie die SPS.

    Sobald die Verbindung zwischen DP-Master und den beiden Slaves von ibaBM-DP aufgebaut wurde, sollte die LED "Bus" gelb und die LED "Act" weiß dauerhaft leuchten.

Schritt 4: S7-Testprogramm
  1. Erzeugen Sie einen Sende-DB12 (oder jede andere freie DB-Nummer) im S7-Projekt.



  2. Erzeugen Sie einen Empfangs-DB13 (oder jede andere freie DB-Nummer) im S7-Projekt.



  3. Geben Sie den Inhalt von OB1 ein. Definieren Sie die lokalen Variablen und rufen Sie SFC14 (DP Empfang) und SFC15 (DP Senden), beides Blöcke aus der S7-Standardbibliothek, im OB1 auf. Auch andere FCs sind möglich.

    Die unskalierte Temperatur (0 bis 32767) ist als INT-Wert in DB12.DBW6 gespeichert (im 1. Speicherbereich für Analogsignale) und wird von dort an ibaLogic weitergegeben.

    Beispiel für Transfer von 32 Byte Sende- (DB12, SFC15) und Empfangsdaten (DB13, SFC14) in S7-SPS:



  4. In Ihrem S7-Programm müssen Sie die Peripherie-Ein-/Ausgabeadresse in Netzwerk 3 und 4 (LADDR-Parameter) auf die DP-Ein-/Ausgabeadresse in der Hardware-Kon-figuration (Spalte E-/ A-Adresse) einstellen.

    Weitere Informationen siehe Kapitel Betriebsartenübersicht.



    Im Beispiel oben sind die Adressen in der HW Config PEW 256 und PAW 256 zu sehen. Für die S7-300 werden automatisch 3 Bereiche (2 mit 32 Bytes und 1 mit 8 Bytes) angelegt. Die Größe der mit SFC14 und SFC15 zu irgendeinem DP zu übertragenden Daten ist begrenzt auf 32 Bytes (nur bei S7-300). Das bedeutet, dass für die Übertragung des gesamten Blocks von 72 Bytes die DP-SFCs 3mal im S7-Programm aufgerufen werden müssen.

  5. Laden Sie jetzt alle geänderten Blöcke in die SPS.

Schritt 5: ibaLogic-Testprogramm
  1. Starten Sie ibaLogic und legen Sie ein neues (Test-)Layout an. Aktivieren Sie die ibaFOB-i/o- bzw. ibaFOB4i/4o-Karte in den Systemeinstellungen.

  2. Von S7 empfangene Daten:

    Um die empfangenen Daten (Temperaturwerte) aus der S7 anzeigen zu können, muss von den FOB_F/FOB-IO-Eingangsressourcen der 1. INT-Analogwert verwendet werden.



  3. An S7 zu sendende Daten:

    Um ein Signal in ibaLogic zu erzeugen, kann ein Generator (zu finden in den Eingangsressourcen) verwendet werden.

    Für die Übertragung der Daten vom ibaLogic-System an die S7, muss der 1. INT-Analogausgang bei den FOB-F/FOB-IO-Ausgangsressourcen verwendet werden.



  4. Starten Sie den SIMATIC-Manager und geben Sie eine neue Variablen-Tabelle ein. Lassen Sie sich das übertragene Signal (DB13.DBW6) im INT-Format anzeigen.