Um dreidimensionale Darstellungen zu ermöglichen, ist ein Signal vom Typ ARRAY notwendig (auch Vektorsignal).

An dem nachfolgenden Beispiel können Sie die Vorgehensweise zum Erzeugen eines Vektorsignals mit nachvollziehen.

Beispiel für ein mehrdimensionales Signal für ein Banddickenprofil

In einer Walzstraße wird die Dicke des gewalzten Bandes gemessen. Für eine gute Qualität sollte die Banddicke natürlich an allen Stellen des Bandes möglichst gleich sein. Daher wird die Dicke nicht nur an einer Stelle gemessen, sondern über die ganze Bandbreite und Bandlänge. Das Dickenmessgerät liefert in diesem Beispiel 108 Dickenmesssignale, die sich über die Bandbreite verteilen. Das heißt, das Band ist in seiner Breite in 108 Messzonen unterteilt und von jeder Messzone werden Dickenmesswerte geliefert, solange das Band unter der Messeinrichtung durchläuft. Zeitlich sind die Signale alle gleichlang, da sie sich alle über die gesamte Länge des Bandes erstrecken.

Die Messdatei in ibaAnalyzer zeigt nur eine Reihe von Modulen und Signalen, die einzeln dargestellt wenig Aussagekraft haben.

Das Bild oben zeigt, dass das letzte Signal mit der Nummer 107 bezeichnet ist. Die Module 0 bis 3 enthalten also die Signale "Measur 000" bis "Measur 107".

Vorgehen

  1. Für die weiteren Betrachtungen ist die fortlaufende Auflistung der Signale im Signalbaumfenster besser geeignet.

    Öffnen Sie daher das Kontextmenü im Signalbaum und wählen Sie Lineare Nummerierung.

    Die Signale sind im Signalbaum nun ohne Module zu sehen. Sie sind auch nicht mehr mit [Modulnummer:Kanalnummer] gekennzeichnet, sondern mit einer durchlaufenden Nummerierung von 0 bis 107.

  2. Öffnen Sie den Dialog für logische Ausdrücke.

    Das Standardsignal "Logical001" wird vorgeschlagen.

  3. Benennen Sie das Standardsignal um:

    Markieren Sie das Signal "Logical001", klicken Sie auf <Umbenennen> und geben Sie einen Signalnamen ein (Bsp.: "VectorSignal").

  4. Setzen Sie folgende Einstellungen:

    Dimension = 108, keine Einheit, zeitbasiert.

    In der Tabelle werden 108 Zeilen eingerichtet (0…107).

  5. Wählen Sie die erste Zeile in der Tabelle.

  6. Im Signalbaum des Dialogfensters klicken Sie doppelt auf das erste Signal ("Measur 000").

    Alle 108 Signale werden in die Tabelle übernommen.

  7. Speichern Sie das neue Signal mit <OK>.

    Wenn Sie den Signalbaum der Messdatei mit dem <+>-Button schließen, finden Sie darunter das neue Vektorsignal im Knoten Ausdrücke.

  8. Öffnen Sie das Vektorsignal im Recorderfenster (Doppelklick oder Drag & Drop).

    Aufgrund der Mehrdimensionalität des Signals wählt ibaAnalyzer eine 3D-Ansicht für den Signalstreifen.

    Der gesamte Wertebereich wird dargestellt. In der Praxis ist es oft interessanter, wie die Dickenschwankungen im Bereich des Sollwertes aussehen. In der Darstellung entspricht das der oberen, waagerechten Fläche.

  9. Um eine in dieser Hinsicht aussagekräftigere Darstellung zu bekommen, können Sie mit der Funktion "XMarkValid" aus dem Ausdruckseditor den relevanten Teil der Messwerte ausschneiden, wie im Bild unten zu sehen ist.

    Weitere Informationen siehe X-Achsen-Operationen .